Französisch Polynesien liegt isoliert in der blauen Unendlichkeit des Pazifischen Ozeans. Die nächsten Kontinente sind Australien, rund 5700 km westlich, Nordamerika, rund 6200 km nordöstlich und Südamerika, rund 7500 km östlich, sowie Asien (Japan) rund 8000 km westlich. Die gesamte Staatsfläche beträgt mehr als 4 Mio. km2 – eine Fläche so groß wie Europa. Vom Land der 118 Inseln werden jedoch insgesamt nur knapp 4000 km2 eingenommen, also tausendmal weniger.
Diese 118 Inseln liegen wie parallele Perlenschnüren beinahe in der Mitte des Pazifiks, von Südosten nach Nordwesten ausgerichtet und bilden 5 Archipele. Ob sie ein gebirgiges Relief besitzen und so „hohe Inseln“ genannt werden, oder ob sie nur als flaches Korallenoval eine Lagune umschließen und so zu den Atollen zählen, ursprünglich waren sie alle Vulkane.
Ihr unterschiedliches geographisches Alter und die Erosion über Jahrmillionen haben zu den heute sichtbaren verschiedenen Formen geführt. Die rund 80 Atolle des Tuamotu-Archipels sind um die 100 Million Jahre alt und damit die ältesten Inseln Französisch Polynesiens.
Die Gesellschaftsinseln, die davon nördlich in Äquatornähe liegenden Marquesas-Inseln, die westlich auf dem Wendekreis des Steinbocks liegenden Gambier-Inseln und die südlichen Austral-Inseln gehören mit ihren teilweise über 1000 m hohen Gipfeln infolgedessen zu den jüngeren Inseln. Dementsprechend findet man hier, wenn Flüsse Vulkangestein mit sich rissen, schwarzen Sandstrand, wohingegen die Korallen zu weißer Sandbildung führen.
Die Meerestemperatur ist das ganze Jahr hingegen angenehm mit 23 bis 27 Grad Celsius, in den Lagunen kann es noch wärmer werden. Diese Wärme und die außerordentliche Transparenz des Wassers, das diese kleinen Landmassen umgibt, haben das Korallenwachstum erlaubt, bis zur Bildung einer Riffbarriere, die – außer in der Marquesas-Gruppe – jede Insel schützend umgibt.
Dort wo ein Fluss ins Meer mündet, können sich Korallenkolonien nicht entwickeln, was zu einer Lücke im Riff führt. Diese hat den Vorteil, den Wasseraustausch mit der Lagune sowohl als auch die Passage für Schiffe zu ermöglichen.
Der Berg Orohena auf Tahiti ist mit einer Höhe von 2241 m die höchste Erhebung in Französisch Polynesien. Das Atoll Rangiroa im Tuamotu-Archipel ist das größte Atoll im Land.
Die Gesellschaftsinseln (bestehend aus den „Inseln über dem Wind“ und „Inseln unter dem Wind“) sind eine tropische Inselgruppe mit gebirgigem Relief, umgeben von Lagunen.
Die wichtigste Insel ist Tahiti, die größte aller Inseln Polynesiens, mit der Verwaltungshauptstadt Papeete. Außerdem gehören zu diesem Archipel u.a. die Inseln Moorea, Huahine, Raiatea, Tahaa, Bora Bora und Maupiti.
Der Tuamotu-Archipel ist eine Gruppe von flachen Inseln oder Atollen, eine ganz eigene Welt zwischen Himmel und Meer. Jedes dieser Atolle besitzt ein ringförmiges Korallenriff, das eine Lagune umschließt. Die bekanntesten und meistbesuchten Inseln des Archipels sind Rangiroa, Tikehau, Fakarava und Manihi.
Die Marquesas-Inseln sind eine gebirgige Inselgruppe in Äquatornähe, in deren zerklüfteten Bergen Wildpferde, Ziegen und Schweine leben. Die bekanntesten Inseln sind Nuku Hiva, Hiva Oa, Ua Pou und Ua Huka.
Die Austral-Inseln ganz im Süden bestehen aus wilden Gebirgsinseln. Hier gibt es eine Vielzahl tropischer Gewächse und Pflanzen gemäßigter Zonen. Die zum Bereich der Subtropen zählenden Inseln bieten ein hervorragendes Klima für den Obst- und Gemüseanbau, weshalb die Inseln auch als „Speisekammer Französisch Polynesiens“ bekannt sind.
Die Gambier-Inseln, bestehend aus der gebirgigen Insel Mangareva und ihrem Gürtel kleinerer Inseln, den Überbleibseln der abgebröckelten Ränder eines gigantischen Vulkankraters, liegen ganz im Osten Französisch Polynesiens.
Wie in allen tropischen Zonen gibt es hier nur 2 Jahreszeiten: Die kühlere, relative trockene Jahreszeit, von Mai bis September und die wärmere, feuchtere Jahreszeit, die von November bis März dauert und die meisten Niederschläge aufweist. Die durchschnittliche Lufttemperatur liegt bei 27 Grad Celsius, die Wassertemperatur in den Lagunen liegt bei ca. 26 Grad Celsius. In den Gambier- und Austral-Inseln herrschen kühlere Temperaturen.
Aus Unterwasservulkanen geboren war der Boden der polynesischen Inseln ursprünglich steril. Über die Jahrtausende ist er von primitiven Pflanzen kolonisiert worden: Luftströmungen brachten Farnsporen, Seevögel Samenkörner, Meeresströmungen Kokos- und andere Nüsse. Rund 1000 Pflanzensorten sind so „einheimisch“ geworden, bevor die ersten Menschen kamen. Die Isoliertheit und die karge Umgebung haben zu 400 neuen „endemischen“ Pflanzenformen geführt – ein hochinteressantes Studiengebiet für Botaniker und ein für die Menschheit zu bewahrender Schatz.
Die Polynesier haben auf ihren Migrationen zahlreiche Nutzpflanzen mitgebracht, wie Brotfrucht, Banane und Zuckerrohr, ebenso Zier- und Heilpflanzen wie den Tiare-Strauch, dessen weiße, duftende Blume zum Symbol Polynesiens geworden ist. Noch später haben die Europäer Tropenfrüchte, Vanille, Gemüsepflanzen und auch eine große Anzahl von Zierpflanzen eingeführt.
Alle diese Arten haben sich hervorragend angepasst und so bieten die hohen Inseln heute eine fantastische, wohlriechende Farbenpracht und bedeuten für viele den Garten Eden.
Auf den Koralleninseln herrschen andere Voraussetzungen. Sand, Kalkgeröll, konstante Sonneneinstrahlung, salzige Gischtspritzer werden von nur knapp 100 Pflanzensorten geschätzt. Die bedeutendste Pflanze ist wohl die Kokospalme. Während Jahrhunderten hat sie den isolierten Bewohnern der Tuamotus vieles geboten: Essen, Trinken, Heilmittel, Gefäße, Baumaterialien. Im letzten Jahrhundert hat sich diese traditionelle Reichtum in einen modernen gewandelt – die Kopra, das getrocknete Kokosnuss-Fleisch und das daraus gewonnene Öl sind zu den wichtigsten Exportartikeln geworden, zu denen seit einiger Zeit auch das von der alternativen Medizin geschätzte Öl der Tamanu-Baumnuss sowie der Fruchtsaft des Noni-Strauches zählen.
Die Nationalblume Französisch Polynesiens ist die Tiare (Gardenia taitensis), mit ihren weißen, kräftigen und sehr stark duftenden Blüten.
Die Tierwelt Französisch Polynesiens ist durch ihre Isolierung mitten im Pazifik relativ artenarm und zugleich reich an Eigentümlichkeiten. Hauptsächlich aus dem indo-malaiischen Raum stammend, hat sie über Jahrtausende ihren Weg bis hierher gefunden – mit dem Wind, auf Treibholz oder im Gefieder der Zugvögel – und sich der neuen Umwelt anpassend, neue endemisch genannte, nirgendwo anders auf der Welt vorkommende Formen entwickelt.
Später haben die ersten Polynesier mit ihren Pirogen Hunde, Schweine, Hühner und kleine Ratten eingeführt. Ende des 18. Jahrhunderts haben die europäischen Seefahrer, Missionare und Siedler Nutztiere wie Pferde, Kühe, Ziegen, Schafe und Katzen mitgebracht, die auf manchen Inseln wieder verwildert sind.
Außer den Eidechsen gibt es hier keine Reptilien; die 2 Skorpionarten sind harmlos, bloß der Biss des Skolopenders ist schmerzhaft, aber wenig gefährlich.
Die Flüsse bergen bis armlange, blauäugige von Legenden umwobene Aale und „Chevrettes“ genannte, leckere Schalentiere.
Die 118 Inseln beherbergen 112 Vogelarten: Durchzügler, einheimische Seevögel, die zum Nisten die verlassenen Riffinselchen der Tuamotus vorziehen, Landvögel, die in den Tälern und Höhen zurückgezogen leben und die es in dieser Form oder Farbe sonst nirgendwo gibt: bunte Loris, Eisvögel, Grasmücken, Fruchttauben, von denen sozusagen jede Insel ihre eigene Art besitzt. Hier wird der Endemismus zur Attraktion für Vogelkundler.
800 Fischarten machen den Reichtum der polynesischen Gewässer aus: in den vielgestaltigen Korallenformationen der Lagunen und Riffe finden die kleineren Schutz und Nahrung. Im offenen Meer tummeln sich auch an die 20 Arten von Meeressäugetieren: Delphine, Pott- und Schwertwale. Von Juli bis Oktober suchen aus der Antarktis kommende Buckelwale die Wärme und Inselnähe zum Gebären auf. Das Beobachten dieser Riesen ist sehr gut möglich, aber reglementiert, denn im Jahre 2002 wurden die 4 Mio. km2 der exklusiven Wirtschaftszone Französisch Polynesiens zum „Zufluchtsort der Meeressäugetiere“ erklärt.
Iaorana e Maeva - willkommen
Mit duftenden Blütenkränzen empfangen die Polynesier Verwandte, Freunde und Besucher. Mit –unvergänglichen- Muschelketten werden sie ihnen auf Wiedersehen sagen, wenn sie die Inseln verlassen.
Gastfreundlich, großzügig, fröhlich und immer bereit, über alles und alle zu lachen, sind die Polynesier wahre Lebenskünstler!
Jeder Vorwand ist gut genug, um Ukulele und Gitarre zu ergreifen, eine Trommel zu improvisieren, bis zur Atemlosigkeit zu tanzen und zu singen und sich, zu zwanzig oder zu hundert, zu einem ebenso improvisierten Essen niederzulassen.
Unter sich sprechen sie gerne ihre Muttersprache, denn neben der Amtssprache Französisch pflegt jeder Archipel seinen eigenen Dialekt. Touristen werden auch an vielen Orten auf Englisch angesprochen.
Zutiefst mit dem Fenua, ihrem Land, mit der Lagune und dem Ozean verbunden, genießen es die Polynesier- Haar oder Ohr mit einer Blume geschmückt, ob Mann oder Frau, jung oder alt – einfach nur am Strand zu sitzen und über die Lagune zu träumen, oder sich den ganzen Tag auf einem schnellen Motorboot mit dem Meer zu messen.
Ob Protestanten, Katholiken oder Mormonen, am Sonntag finden sich alle in einer der Hundert Kirchen der fünf Archipele: die Mamas im weißen Kleid und kunstvoll geflochtenen Hut, und die Männer im nur zu diesem Zweck dienenden Anzug, wenn auch oft barfuss. Auch die Kinder, bis zum jüngsten Baby, nimmt man mit, um den Herrn zu loben. Und aus jedem Gotteshaus dieses zutiefst religiösen Volkes erschallen großartige, vielstimmige Chöre.
Französisch Polynesien zählt ca. 265.000 Einwohner, gut die Hälfte von ihnen wohnt heute auf der Insel Tahiti, vorwiegend im Raum Papeete, in der geschäftigen und von Autos überfüllten Hauptstadt. Mehr als 80% sind Polynesier, von denen 20% sich als „demis“ (Mischlinge zwischen Maohis und Europäern) oder „halb-und-halb“ bezeichnen (Polynesier/Europäer/Chinesen), etwas mehr als 10% sind Europäer, zum großen Teil Franzosen aus dem Vaterland, und 5% sind Chinesen.
Die polynesische Lebenskunst ist so stark, dass sie auf allen ihren Stempel hinterlässt.
In den alten Zeiten war jede Tätigkeit ein religiöser Akt und jedem Tätigkeitsfeld stand ein Tuhuna, ein Priester vor. Damals schlug der Bildhauer unermüdlich das göttliche Gesicht mit den außerordentlich großen Augen des Tiki aus Stein frei. Der Holzschnitzer fühlte sich beim Herstellen seiner Trommeln, die unter den Stäben wie Feuer prasseln, von der magischen Macht inspiriert, Gegenstände, die die Stille zerreißen, zu schaffen. Ebenso war sich der Va’a- oder Schiffbauer der Kraft bewusst, die sein Wissen dem fein bearbeiteten Doppelbug seiner Hochsee-Piroge verlieh, um dem Seegang trotzen zu können. Eine übernatürliche Mana, die auch jene besaßen, die die Kunst beherrschten, die Pirogen nach den Gestirnen zu führen, Perlmuttfischhaken herzustellen, Fasern zu Seilen zu binden, die Haut mit komplexen Motiven und Mustern zu tätowieren, um so den Individuen ihre menschliche und soziale Identität zu verleihen.
Um Musik, Tänze, Gesänge und Schauspiele vorzuführen sowie die großartigen Festschmäuse zu organisieren war die aristokratische Kaste der Arioi zuständig, der nur junge und schöne Menschen angehörten. Mit Kronen und Halsbändern aus wohlriechenden Blüten und glänzendem Laub geschmückt zogen sie durch Tahiti und die umliegenden Inseln, um wochenlang die Riten der Freude und der Fruchtbarkeit zu feiern.
Die christlichen Missionare haben alle diese Tätigkeiten anfangs des 19. Jahrhunderts für „wild“ und „unzüchtig“ erklärt und verboten.
Wie dem auch sei; heute blühen die Künste, die in der Verschwiegenheit isolierter Täler und auf verlorenen Atollen durch mündliche Überlieferung lebendig erhalten blieben, wieder auf. Sie zeugen mit stetig zunehmender Kraft und neuer Inspiration von der fantastischen Stärke des polynesischen Volkes und seiner Lebensfreude. Dem Kultur- und Kunstfreund wird dies vor allem in den Darbietungen des Heiva-Festes, das den ganzen Monat Juli auf allen Archipelen stattfindet, veranschaulicht: eine wahre Augenweide!
Der Reichtum des Kunsthandwerkes Polynesiens erklärt sich aus der Tradition, in die neue Kreationen eingeflossen sind, sowie aus dem vielseitigen Naturangebot der Inseln. Jeder der 5 Archipele hat einen besonderen Handwerkszweig entwickelt.
Auf den Marquesas-Inseln ist die Schnitzkunst sehr ausgeprägt. Das dort wachsende Rosenholz Miro ist sowohl für große Objekte wie Tiki-Statuen und Edelmöbel aus auch für allerfeinste Schnitzerein geeignet. Dort werden außerdem Tapa-Stoffe aus der inneren Rinde des Banyan- und des Brotfruchtbaumes gewonnen. Früher dienten sie der allgemeinen Bekleidung, heutzutage werden nur noch die Tanzkostüme so hergestellt, jedoch Künstler verwandeln diesen Stoff auch zu sehr dekorativen Bildern.
Die Austral-Inseln sind berühmt für die Flechtkunst ihrer Bewohnerinnen. Das Ausgangsmaterial ist meist die Pandanuspflanze, deren Blätter zu Matten, Taschen und Hüten geflochten werden. Die Formen und Muster sind sehr vielfältig und ideenreich.
Die wunderschönen Muschelketten, die Sie beim Abflug auf dem Flughafen erhalten, kommen von den Tuamotu- und den Gambier-Inseln, wo sich außerdem die meisten Perlenfarmen befinden. Neben der Perlenzucht gehört die Verarbeitung des Perlmutts zu Schmuckstücken und kleinen Gebrauchsgegenständen zum Kunstgewerbe-Repertoire.
Auf Tahiti und den anderen Gesellschaftsinseln sind es vor allem die Frauen, die Kunstwerke aus Stoff herstellen: Tifaifai, dem Patchwork ähnliche Tagesdecken, die durch ihre bildhaften, vielfarbigen Motive bestechen.
Alle diese künstlerischen Erzeugnisse werden direkt oder in speziellen Zentren verkauft und eine große Auswahl der besten Stücke ist in den Galerien und auf dem Markt in Papeete erhältlich.
In den Lagunen Französisch Polynesiens gedeiht die Perlauster Pinctada margaritifera. Einzigartig in ihrer Farbenpracht zog diese schon im 19. Jahrhundert die Hersteller von Perlmuttknöpfen an. Tausende dieser Austern wurden von Tauchern geborgen und nur ganz selten einmal sprang beim Öffnen eine echte Perle heraus, rar und unvergleichbar durch ihren Lüster, der die ganze Farbpalette der Mutterauster widerspiegelt, waren diese Juwelen damals kaum bekannt.
Das hat sich aber, seitdem es gelungen ist, sie zu züchten, geändert. Die Poe Rava, wörtlich übersetzt „schwarze Perle“, ist tatsächlich selten schwarz, sondern eher buntgrau, meerestürkis bis zartblau. Auch Nuancen von leichten Rose- sowie kräftigen Champagnertönen, kontrastreiche Aubergine- und Violettspiegelungen und schillerndes Tiefgrün schmeicheln dem Blick.
Diese Perlen wachsen in allen nur erdenklichen, zur kreativen Schmuckgestaltung anregenden Formen heran: rund, halbrund, tränen- und tropfenförmig, länglich, oval, mit Rillen und Streifen versehen.
Der Preis bestimmt sich in erster Linie nach dem Lüster, dem tief leuchtenden Glanz einer makellosen Oberfläche, aber auch nach der möglichst ebenmäßigen Form sowie nach der Größe der Perle. Auch die Farbe ist entscheidend: sehr begehrt sind die schillernden Grüntöne. Perlen können unverarbeitet oder als fertige Schmuckstücke gekauft werden, wobei es ratsam ist, diese direkt in der Perlenfarm oder in einem Fachgeschäft mit Zertifikat zu erstehen.
Gesetzliche Feiertage sind in Französisch Polynesien
1. Januar Neujahrstag
Januar Chinesisches Neujahrsfest
5. März Tag der Erinnerung an die Ankunft der ersten Missionare
April Karfreitag, Ostersonntag
1. Mai Tag der Arbeit
8. Mai Ende des 2. Weltkrieges
Mai Christi Himmelfahrt
Mai / Juni Pfingsten
4. Juli Französischer Nationalfeiertag
August Maria Himmelfahrt
8. September Tag der inneren Autonomie
November Allerheiligen
11. November Tag des Waffenstillstandes 1918
Dezember Tiare Tahiti Tag
25. Dezember Weihnachten
Januar „TERE FA’ATI“ (Insel Tahiti)
Ein Tagesausflug im „truck“ (dem traditionellen Personenbeförderungsmittel) um Tahiti, mit Erfrischungsgetränken und festlicher Atmosphäre. Die Teilnehmer an dieser Rundfahrt haben Gelegenheit zum Baden, zur Entspannung und sogar zu Erkundungsausflügen an verschiedenen Orten von besonderem touristischen Interesse, begleitet von Musik und Tanzschauspielen. Bei Ankunft auf Tahiti-Iti wartet ein tahitianisches Essen mit einer speziellen Darbietung auf die Teilnehmer, mit anschließender Wahl der Königin und des Königs des Tere Fa’ati.
Januar „CHINESISCHES NEUJAHR“
Feier der chinesischen Bevölkerung Französisch Polynesiens zu Beginn des neuen Jahres, das im Horoskopzeichen des Büffels steht. Das Festprogramm beginnt mit einer offiziellen Eröffnungszeremonie im Rathaus von Papeete, gefolgt von mehreren Schauspielen und einem Umzug des Löwen, der bei allen Händlern in der Umgebung halt macht. Auch ein Kulturtag wird organisiert, um die Magie der chinesischen Folklore kennen zu lernen (Gesänge, Tänze, Kampfsport, Kochkunst u.v.a.m.). Zum Abschluss gibt es einen Laternenumzug durch die Strassen der Stadt, der die Feierlichkeiten beendet.
Januar / Februar „FIFO TAHITI“ (Insel Tahiti)
Internationales Dokumentarfilmfestival über Ozeanien.
Im „Haus der Kultur“ (Maison de la Culture) in Papeete zeigen Nachwuchsfilm- und Kamera-Leute aus dem pazifischen Raum ihre Arbeiten und bewerben sich damit um begehrte Auslandsaufenthalte bei renommierten Film- und Fernsehanstalten in Übersee.
Februar „TOURISMUSMESSE (Insel Tahiti)
Die Messe hat zum Ziel, den Tourismus auf jedem einzelnen der 5 Archipele zu fördern und zu entwickeln. Aussteller aus verschiedenen Bereichen des Tourismus werden ihre Produkte und Spezialangebote vorstellen.
Februar „TAHITI-MOOREA-MARATHON“
Dieser auf der Insel Moorea veranstaltete Marathon gilt unter Fachleuten als einer der schönsten der Welt. Zum 21. mal sind mehr als 600 Teilnehmer gemeldet. Eine ganze Woche Animation und Unterhaltung ermöglicht es den Athleten, die aus aller Welt kommen, sich zu unterhalten, zu entspannen und am außergewöhnlichen Rahmen des Ereignisses mit kulturellen Aktivitäten und Kunsthandwerk teilzunehmen.
Februar „TERE FA’ATI“ (Insel Moorea)
Nach dem selben Prinzip wie Anfang Januar auf Tahiti, lässt die Inseltour die Teilnehmer die Sehenswürdigkeiten Mooreas, in einem festlichen Ambiente, begleitet vom Klang der Ukulele, entdecken.
Februar RAIATEA INTERNATIONAL BILLFISH TOURNAMENT
Internationaler Wettbewerb für Fischerei auf hoher See auf der Insel Raiatea.
März ANKUNFT DES EVANGELIUMS
Gedächtnisfeier zur Ankunft der ersten protestantischen Missionare in Französisch Polynesien. Dieses Jahr wird der 211. Jahrestag der Evangelisierung gefeiert.
März TAMA HITI RAU
Vorführung der traditionellen Tanzschulen auf dem Place Vaiate in Papeete und Eröffnung des "Heiva" auf dem Platz To´ata.
März RAID TAHITI
Wettkampf in 3 Sportarten auf der Halbinsel Tahiti-Iti von Tautira nach Teahupoo – Teilnahme einzeln oder im Team: Kajak 5 km, Gebirgslauf 12 km, Mountainbike 25 km.
April TAHITI NUI INTERN. TRIATHLON
2 Distanzen stehen zur Auswahl:
-Sprintdistanz: 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen
-Olympische Distanz: 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen
Jeweiliger Start ist am Strand von Mareto, in der Bucht von Opunohu (Moorea).
TIFAIFAI
Tifaifai-Ausstellung im Rathaus von Papeete (Insel Tahiti). Ausstellung über die traditioneller Handwerkskunst von kunstvollen Patchwork-Decken und -Kissen.
Mai TRIAL AIR TAHITI NUI VON ZIPPER SURFING
Qualifizierender Surfwettbewerb in Teahupo’o-Tahiti, eine Vorentscheidung für den berühmten Billabong Pro, zu dem sich ausländische und einheimische professioneller Surfer treffen.
Mai TAHITI PEARL REGATTA
Mit Oliver de Kersauson, einem der bekanntesten französischen Segler, als Schirmherr, hat sich die Tahiti Pearl Regatta zur wichtigsten Regatta des polynesischen Dreiecks entwickelt.
Das Rennen, an dem alle Bootstypen teilnehmen können, vereint Etappen auf hoher See mit Etappen in der Lagune und lädt zu festlichen und geselligen Abenden auf den "Motus", den Riffinseln, oder in den Grand Hotels, ein. Der Parcours verläuft um die Inseln Raiatea, Huahine und Tahaa.
Mai BILLABONG PRO SURFING
Internationaler Wettkampf der weltbesten Surfer auf der mythischen Welle von Teahupoo, Tahiti.
Mitte Mai VA’A TEA ECO RACE
Von der Insel Raiatea nach Tahiti – ein Schiffswettrennen bei dem wieder erneuerbare Energiequellen zu Ehren kommen. Zwei Kategorien sind zum Wettbewerb zugelassen: Boote, die Primärenergie nutzen und Boote, die mit alternativen Treibstoffen arbeiten.
Mai RAID MOOREA
Wettkampf auf der Insel Moorea in 3 Sportarten – Teilnahme einzeln oder im Team: Kajak 5 km, Gebirgslauf 12 km, Mountainbike 25 km. Das in Polynesien einzigartige exostische Rennen.
Ende Mai ARII MATA TINI RACE (Rangiroa)
Individuelles Auslegerboot-Wettrennen, das im Tuamotu Archipel stattfindet, genauer gesagt in Rangiroa.
Juni HEEMOANA RACE
Auslegerboot-Wettrennen über eine Entfernung von 56 km zwischen der Passagen von Teahupo’o (Hava’e) und Punaauia (Taapuna) mit der Teilnahme einheimischer Athleten und Kandidaten aus anderen Ländern des Pazifik.
Mitte Juni RAID KAOHA DES PICS
Ein Wettbewerb in der Natur und zugleich Inselentdeckung von Ua Pou.
Juni TAHITI – MOOREA SAILING RENDEZVOUS
Segelrallye mit Start in Tahiti (Marina Taina) und Ziel in Moorea (Vaiare-Bucht). Dieser Tag wird organisiert, um Kreuzfahrer der transpazifischen Charterjachten und ihre Mannschaften, die sich gerade in Polynesien befinden, zu begrüßen und einen Ort zu schaffen, an dem sie sich mit den Segelfans der Inseln, der ansässigen Bevölkerung und den Berufswassersportlern und Fremdenverkehrs-managern treffen können.
Juni / Juli HEIVA I TAHITI
Die größte Zusammenkunft von Tanz- und Sängergruppen findet auf dem To’ata-Platz in Papeete (Tahiti) statt. Jedoch wird der Heiva ebenfalls seit kurzer Zeit in anderen Gemeinden der Insel (Mahina, Papara) und auf einigen Inseln unter dem Winde (Bora Bora, Raiatea) gefeiert.
Juli HEIVA I BORA BORA
In Vaitape.
Juli HEIVA-FEST DES KUNSTGEWERBES
Große Kunsthandwerksausstellung zum Thema „Polynesische Legenden“, bei dem Künstler aller Archipele Französisch Polynesiens zusammenkommen. Ein lebendiges Zeugnis der neuen Blüte der polynesischen Kultur, ein Hoffnungsträger für zukünftige Generationen.
Juli HEIVA TUARO
In Papeete, Tahiti.
Juli TE AITO VA’A
Individuelles Auslegerboot-Wettrennen an einem Tag auf einer Distanz von etwa 10 Kilometern. Die 100 besten Ruderer werden für das „Super-Aito“-Wettrennen zugelassen.
August TE VAI ARI’I MARATHON ODER „SUPER AITO VA’A“
Individuelles Auslegerboot-Wettrennen mit den 100 besten Ruderern und des “Te Aito” auf drei Tage verteilt, mit Entfernungen, die zwischen 5; 10; 15 und 20 Kilometern variieren.
September TAPS JUNIOR
Meisterschaft "Surf Open" an zwei Tagen in der Passage von Taapuna (Punaauia), zugelassen sind ausschließlich Junioren (16 bis 18 Jahre).
September TAAPUNA MASTER SURFING
Amateur-Surf-Meisterschaften auf Tahiti in der Passage von Taapuna (Punaauia) mit mehreren Kategorien und Disziplinen, je nach Wetterbedingungen.
September INTERNATIONALES GOLFTOURNIER VON TAHITI
An dem Tournier, das auf dem riesigen Golfplatz von Atimaono Olivier Breaud in Mataiea (Tahiti), ca. 50 km von Papeete stattfindet, werden an die fünfzig Profigolfer aus Australien, Neuseeland, Neukaledonien, von den Cook Inseln und anderen Südpazifik-Inseln teilnehmen.
September PAINAPO-RAID
Gebirgslauf in Moorea in 3-köpfigen Teams. Dieser Gebirgslauf steht unter dem Zeichen der Entdeckung und des Naturschutzes.
September / Oktober TAAPUNA PRO/AM SURFING
Zweitägige Surfmeisterschaften in der Passage von Taapuna (Punaauia) mit den besten Amateuren und professionellen Surfern und Bodyboardern.
Oktober AUSSTELLUNG DER MARQUESAS-INSELN
Verkaufsausstellung von Kunsthandwerk aus den Marquesas Inseln auf dem Platz Toáta in Papeete (Insel Tahiti).
Oktober AUSSTELLUNG DER AUSTRAL-INSELN
Verkaufsausstellung von Kunsthandwerk von den Austral-Inseln im Parlamentsgebäude von Französisch Polynesien in Papeete (Insel Tahiti).
Oktober HAWAIKU NUI VA’A
Inseln unter dem Winde. Va’a (Auslegerboot-Rennen) ist die traditionelle Sportart. Über 100 Auslegerboote wetteifern zwischen den Inseln Huahine, Raiatea, Tahaa und Bora Bora (geplante Ankunft an der Spitze von Matira).
November TATTOONESIA
In Papeete treffen mehr als 600 Tattoo-Meister aus ganz Französisch Polynesien, der Pazifischen Inseln und Japans zusammen. Es gibt zahlreiche Tanzvorführungen, Kunsthandwerk-Ausstellungen, Filmvorführungen, Konferenzen, öffentliche Wettkämpfe, die Miss und Mister Taatto-Wahl Französisch Polynesiens sowie viele andere kulturelle Darbietungen.
November TRIAL ROTUI
Einzellauf über 15 km zur Erkundung der Täler von Paopao und Opunohu (Insel Moorea).
Dezember DIE TAGE DER TIARE
Tag der Tiare-Blume - die Nationalblume und das Wahrzeichen von Tahiti. In den Geschäften in Papeete findet ein Blumen-Dekorationswettbewerb statt.
Dezember WEIHNACHTSFEIERN
31. Dezember SYLVESTERFEIERN
Die Gastfreundschaft ist trotz steigender Tourismus-Zahlen in der Südsee noch immer ein „Heiligtum“ seiner Bewohner. Dabei sollte der Gast wissen, dass diesem Brauch ziemlich strenge und feste Regeln zugrunde liegen, die man unbedingt beachten sollte, um die Gastgeber nicht in Verlegenheit zu bringen oder diese gar aus Unwissenheit zu beleidigen. Besonders wissenswert ist, dass Einladungen auf einem Prinzip der Gegenseitigkeit beruhen, dass heißt, eine Einladung, die Bewirtung oder andere Zuwendungen erfordern eine entsprechende Gegenleistung, welche in Form von Geschenken, aber auch mit Geld erfolgen können. Dabei spielt der Wert der „Gegengeschenke“ eher eine untergeordnete Rolle. Man kann als Gast z.B. Lebensmittel, Stoffe oder andere Bekleidungsgegenstände überreichen. In manchen Staaten, wie Fidschi, Vanuatu und Samoa sind Geschenke in Form von Kava (Yangona) hoch willkommen und erfreuen stets die Gastgeber.
Ist man eingeladen, so muss man beim Betreten des Grundstückes, der Hütte, des Hauses generell den Hausherrn fragen, ob man eintreten darf. Man macht sich entsprechend bemerkbar und fragt, ob man eintreten darf. Vor dem Betreten des Hauses, der Hütte zieht man seine Schuhe aus. In vielen Südsee-Staaten sitzt man im Schneidersitz oder mit abgewinkelten Beinen, so dass die Füße generell nach hinten zeigen, niemals nach vorn in Richtung der Gastgeber und anderer Gäste.
In Französisch Polynesien ist auf den touristisch stark frequentierten Inseln der Umgang etwas „lockerer“. Dennoch sollte der Gast jederzeit auf angemessene Kleidung achten. Frauen in kurzen Hosen und Männer mit nacktem Oberkörper sind außerhalb von Hotelanlagen absolut unangemessen und werden als anstößig empfunden. Am Sonntag wird beim Kirchenbesuch schulter- und kniebedeckende Kleidung erwartet und für Frauen ein Hut bzw. ein Kopftuch, welches in der Kirche während des Gottesdienstes nicht abgenommen wird.
Die Bewohner der Südsee sind sehr stolze Menschen, sie erwarten, dass ihre Privatsphäre stets respektiert wird, ebenso wie sie selbst und ihre Familien. In unseren Augen sind einfache Verhältnisse in der Südsee nicht zu verwechseln mit Armut. Wenn man auf den Inseln unterwegs ist, sollte man immer daran denken, dass viele Gebiete, auch wenn diese unbewohnt oder unbebaut sind, Privatbesitz sind, so dass es angebracht ist, stets zu fragen oder sich mit kundigen Führern oder Einheimischen über den beabsichtigten Weg zu verständigen. Man sollte niemals einfach in Gärten, Feldern und Plantagen herumspazieren, ohne gefragt zu haben, ob es erlaubt ist. Ebenfalls sollte man beim Betreten eines Ortes immer nach dem Ortsvorsteher, Chief oder Bürgermeister fragen, um deren Erlaubnis zum Betreten des Ortes zu erbitten und um sich zu erkundigen, ob man willkommen ist.
In der Regel wird keinem Gast ein Wunsch verwehrt, man solle jedoch darauf vorbereitet sein, sich auf irgend eine Art erkenntlich zeigen zu können, in Form von kleinen Geschenken, einer Geldspende für die Gemeinde, etc. Und haben Sie stets Zeit und Geduld, sowohl für Ihre eigenen Anliegen, als auch für die Menschen der Südsee, die alle sehr aufgeschlossen, jedoch am Anfang immer sehr zurückhaltend sind, solange man nicht bekannt ist. Hektik ist in der Südsee unbekannt, selbst in den hektischsten Städten wie Papeete oder Suva geht es gemächlich zu.
Unbedingt sollte man als Gast stets freundlich und höflich sein. Schreien, Brüllen oder andere Unhöflichkeiten sind den Südsee-Bewohnern völlig fremd und man würde nichts von dem erreichen, was man sich erhofft, wenn man sein Auftreten unnatürlich verändert. Dies würde lediglich ein Kopfschütteln der Gastgeber erzeugen und diese verärgern.
Bleiben Sie stets gelassen und freundlich, auch in unangenehmen Situationen und versuchen Sie stets ruhig und mit Ausdauer das entsprechende Anliegen vorzubringen, zu erläutern und ggfls. damit zu ändern.
Trotz vieler anders lautender Aussagen, ist Nacktbaden in der gesamten Südsee nicht erwünscht. In Französisch Polynesien wird es innerhalb der Hotelanlagen meist geduldet und dem Gast „nachgesehen“.
Liest man 3 verschiedene Reiseführer, hat man 3 verschiedene Aussagen zu diesem Thema. In keinem Erdteil ist es wohl so kompliziert und schwierig, dieses Thema zu behandeln, wie in der Südsee. Noch immer heißt die offizielle Version, dass in der Südsee Trinkgeld unüblich ist, so auch in Französisch Polynesien. Aber:
Trinkgeld war bis vor einigen Jahren in der Südsee tatsächlich völlig unbekannt und stellte eine Beleidigung dar. Dazu sollte man wissen, dass bei den meisten Südsee-Völkern die Regel gilt „ein Geschenk erfordert ein Gegengeschenk“. Trinkgeld als solches wird als Geschenk betrachtet und damit bringt man die beschenkten Personen also unbewusst schnell in Verlegenheit.
Mit zunehmendem Tourismus wurde vor allem durch Amerikaner das Trinkgeld "eingeführt". In Französisch Polynesien wird das Trinkgeld akzeptiert, wobei darauf geachtet werden sollte, dass man das Trinkgeld persönlich übergibt und dazu sagt, warum man es übergibt (wegen der „Geschenke-Regelung“). Z.B. "Vielen Dank für den guten Service, die freundliche Bedienung und das ausgezeichnete Essen". Da diese Regel meistens von Touristen unbewusst gebrochen wird, sind viele Hotels, touristische Einrichtungen, Schiffe und örtliche Tourismusbüros dazu über gegangen und haben eine allgemeine Trinkgeld-Box aufgestellt, in der man so zu sagen anonym ein Trinkgeld hinterlegen kann, ohne Gefahr zu laufen, man könne jemanden beleidigen.
Dieses Geld wird allgemein bei den Einheimischen als „Weihnachtsgeld“ bezeichnet, da es üblicherweise um diese Jahreszeit unter allen Angestellten, vom Management bis zur Putzfrau, aufgeteilt wird.
Selbstverständlich kann man einzelnen Personen während der Reise persönlich ein Trinkgeld zustecken, bitte sagen Sie auch hier dazu, weshalb das Geld gegeben wird. Niemals sollte Trinkgeld z.B. im Restaurant einfach so auf dem Tisch hinterlegt werden, da das als Beleidigung gilt. In einem solchen Fall ist es besser, nichts zu geben.
Natürlich ist es andererseits auch so, dass vor allem auf Kreuzfahrtschiffen Trinkgelder üblich sind oder gar erwartet werden. Hierzu ist zu sagen, dass man berücksichtigen sollte, dass die Besatzungen dieser Schiffe aus anderen Kulturkreisen stammen, ein anderes Einkommensgefüge haben und deren Einkommen in den Heimatländern oder am Sitz der Reederei gezahlt werden und man nur selten an Bord auf polynesische Angestellte trifft.
In Französisch Polynesien erhalten die normalen Angestellten, wenn diese nicht eine leitende Funktion inne haben, nur einen mittelmäßigen Lohn, betrachtet man die sehr hohen Lebenshaltungskosten des Landes. Mit dem Wissen über die hohen Preise im Tourismussektor hat dies zu Begehrlichkeiten geführt. So wurde in einem jahrelang ausgehandelten Kompromiss, der von zahlreichen kleineren und größeren Streiks begleitet wurde, Ende des Jahres 2006 eine Service-Gebühr für alle Beherbergungsbetriebe eingeführt. Danach müssen alle Hotels und Pensionen mit mehr als 50 Angestellten ab 01.01.2007 auf alle Übernachtungsrechnungen eine Service-Charge in Höhe von 1% der Übernachtungskosten erheben. Diese Service-Charge steigt jährlich um 1% an, bis zu einem Maximalbetrag von 4%. Beherbergungsunternehmen mit weniger als 50 Angestellten, müssen ab dem Jahresbeginn 2008 diese Service-Charge erheben und berechnen dann 2% von den Übernachtungskosten.
Diese Service-Charges werden am Jahresende unter allen Mitarbeitern aufgeteilt, also eine Art „garantiertes Weihnachtsgeld“.
Unter Betrachtung der vorangegangenen Informationen bleibt somit jedem Gast selbst überlassen, wie er mit dem Thema Trinkgeld umgehen möchte. Generell kann man sagen, erwartet wird das Trinkgeld nach wie vor nicht, aber angenommen wird es schon.
Die frühe christliche Missionierung im gesamten Südsee-Raum hat überall ihre Spuren hinterlassen. Reisende finden zahlreiche Kirchen, groß und klein, fast überall auf den Inseln. Es gibt sehr viele Konfessionen innerhalb der Südsee. In Französisch Polynesien trifft man hauptsächlich auf römisch-katholische und protestantische (evangelische) Glaubensgemeinschaften. Es gibt jedoch zahlreiche weitere Glaubensrichtungen, wie z.B. die der Adventisten oder Mormonen.
Sonntags in der Südsee gehen die Familien in die Kirche, vom Baby bis zum Großvater sind alle zum Gottesdienst versammelt. Ein Besuch eines Gottesdienstes durch Südsee-Reisende ist sehr empfehlenswert, besonders die Musik und der Gesang der Gemeinde sind sehr ergreifend und sehr sehens- und erlebenswert. Vor und nach dem Gottesdienst kann man in den Kirchen fotografieren. Lohnenswert ist es auch, am Sonntag die festlich gekleideten Gemeindemitglieder zu sehen, die oftmals in der traditionellen Kleidung erscheinen und eine Augenweide darstellen.
Das Parlament (Assemblee) von Französisch Polynesien verfügt über 57 Sitze. Die Regierung Französisch Polynesiens besteht aus 15 Ministerinnen und Ministern, welche durch den zuvor ermittelten Wahlsieger der Präsidentschaftswahlen bestimmt werden. Die Abgeordneten des Parlaments, also auch die Oppositionsparteien, wählen den Parlamentssprecher und den Präsidenten.
2008 wurden von Frankreich einige gesetzliche Bestimmungen geändert, danach ist der Präsident und seine Minister nun für eine 5-jährige Amtszeit gewählt.
Gaston Flosse ist einer der langjährigsten Politiker des Landes und hat bereits mehrere Amtsperioden u.a. auch als Präsident seinem Land gedient.
Ein Vertreter von Französisch Polynesien wird als Landesvertreter für das französische Parlament in Paris bestimmt, wo dieser eine Stimme besitzt. Das Mutterland Frankreich wird in Französisch Polynesien durch einen Kommissar vertreten.